Schule Spielraum21

Spielraum21 nutzt den Spielraum, den uns der Lehrplan21 bietet! Spielraum21 zeigt als Modellschule eine von vielen Möglichkeiten, wie Bildung im 21. Jahrhundert an privaten wie öffentlichen Schulen stattfinden könnte.

Die Out-of-the-Box- Schule kombiniert in ihrem Konzept Erkenntnisse aus der aktuellen Bildungs- & Spielforschung.

Grundannahmen

Wovon gehen wir heute aus?
  • Unsere Grundannahmen stützen sich unter anderem auf Remo Largo, Maria Montessori und die Erziehungswissenschaftler Andreas Helmke & Franz Emanuel Weinert:

 

  • Die individuelle Reife differiert bei Schuleintritt bis zu 4, beim Schulaustritt bis zu 6 Jahren (Remo Largo).
  • Kinder lernen nur das, wozu sie reif und durch ihre Umgebung inspiriert sind (Maria Montessori).
  • Der Mensch erwirbt drei Viertel aller Fertigkeiten & Fähigkeiten ausserhalb der Schule (Erziehungswissenschaftler Andreas Helmke & Franz Emanuel Weinert 1997).
Potenzialentfaltung?
  • Kinder wollen in ihrem Wesen wahrgenommen werden.
  • Jedes Kind hat individuelle Interessen, Veranlagungen & Fähigkeiten.
  • Selbstwirksamkeit & Selbstbestimmung stärken Kinder.
  • Kinder wollen sich ausdrücken & mitteilen.
  • Kinder brauchen viel Bewegung & Motorik-Erfahrungen, u.a. damit sich ihr Hirn optimal entwickeln kann.
  • Freudvolle Erfahrungen stärken Kinder.
  • Kinder brauchen handelnde Selbst-Erfahrung auf ganzheitlicher Ebene (mental, körperlich, seelisch).
  • Kinder brauchen verlässliche Beziehungen, Zuwendung & Geborgen- bzw. Sicherheit.
Orientierung an Vorbildern?
  • Kinder lernen von und mit anderen Kindern wie auch Erwachsenen.
  • Kinder wollen sich im Alltag orientieren können und wollen daran teilhaben. Kinder wollen sich als Teil der Gesellschaft erleben und darin ihre Rolle finden.
  • Kinder brauchen von ihren Mitmenschen unterstützende, authentische Rückmeldungen.
  • Kinder möchten Hilfe, um „es“ selbst tun zu können.
  • Kinder wollen Verantwortung übernehmen.
  • Kinder wollen auf Augenhöhe kommunizieren.
  • Kinder haben das Recht, gewaltfrei aufzuwachsen.
  • Heterogenität belebt & bereichert Kinder wie Erwachsene.
  • Begegnungen mit der inneren & äußeren Welt Kinder wollen ihren inneren Lehrplan verfolgen.
  • Sie wollen ihre Fähigkeiten & Interessen dann entwickeln, wenn sie dafür bereit sind – wenn sie Neugierde zeigen.

Pädagogische Leitlinien

In der Schule Spielraum21 können sich Kinder mit sich, den/dem Anderen und der Welt verbinden und so zu dem Menschen werden, der sie im Grunde ihres Wesens sind. Entsprechend unterscheiden wir die Bereiche Potentialentfaltung, Zusammenleben & Begegnungen mit der Welt.

Wir fördern Potential-Entfaltung jedes einzelnen Kindes & bieten Inspiration, ...

…indem die Kinder interessen-geleitet spielen & lernen dürfen und dabei unterstützend begleitet werden.
… indem wir anregende Lern-Umgebungen anbieten & diese dynamisch den Interessen der Kinder anpassen.
… indem wir den individuellen Ausdruck in Wort,-, Musik-, Produkt- & Körper-Sprache fördern.
… indem wir Begegnungen in der Gruppe wie auch in der Gesellschaft ermöglichen.
… indem wir intendieren, gewaltfrei nach Rosenberg kommunizieren und so das Kind dabei unterstützen, seine Gefühle benennen, seine Bedürfnisse wahrnehmen, und Bitten formulieren zu können.
… indem wir den Austausch mit den Eltern pflegen.
… indem wir das intrinsische & lebenslange Lernen in authentischen Situationen unterstützen.

Wir fördern das Zusammenleben in der Schule, zwischen Familien & in der Gesellschaft, ...

… indem wir intendieren, gewaltfreie Kommunikation vorzuleben & Eltern wie auch LernBegleitern diesbezüglich Weiterbildungen anbieten.
… indem wir Regeln gemeinsam aushandeln.
… indem Kinder Verantwortung für das Zusammenleben tragen, und sich als Teil der Gesellschaft erleben dürfen.
… indem Kinder an Alltags-Handlungen teilhaben dürfen.
… indem wir selber ein Mini-Abbild der Gesellschaft verkörpern – kulturell & sozial.
… indem wir gemeinsame Rituale pflegen.
… indem wir für den gemeinsamen Austausch kindgerechte Gefäße schaffen & eine Feedback-Kultur pflegen.
… indem Gemeinschafts-Projekte & Service-Learning ein fester Bestandteil unseres Schulalltags sind.
… indem wir Eltern einladen, den Austausch mit uns zu pflegen & ihre Ressourcen punktuell oder regelmäßig anzubieten.

Wir fördern Begegnungen mit der Welt, ...

… indem wir die Welt um uns aktiv entdecken & mit ihr in Austausch gehen.
… indem wir uns in der Natur bewegen & darin tätig werden.
… indem wir Angebote der Stadt Bern & anderer Anbieter aktiv nutzen.
… indem wir uns mit eigenen & fremden Werten auseinandersetzen.
… indem wir kritisches, vernetztes & kreatives Denken fördern.
… indem wir einen verantwortungsvollen Umgang mit Medien lernen.
… indem wir an echten Projekten & in authentischen Situationen lernen.
… indem wir uns selber Fragen stellen & Antworten forschend explorieren.

Strukturgebende Lerngefässe

Freies Lernen & Freies Spiel: Die Kinder entscheiden selbst wie, mit wem und womit sie interessen- & kontext-orientiert lernen.

Begleitete Projekte: Die Kinder vertiefen selbst definierte Interessen und werden dabei unterstützt.

Ateliers (Bibliothek, Werkstatt, Musik, Gestaltung, Sport): Die Kinder legen gemeinsam oder für sich Hand an und werden dabei angeleitet.

Geführte Lernimpulse: Die Lernbegleitung setzt jeden Morgen im Klassenverband einen Impuls gemäss Lehrplan21. Danach entscheiden die Kinder selbst, ob sie diesen mit in den Tag nehmen oder ihre bisherigen Interessen weiterverfolgen.

Interesse an einem Schulplatz?

Wir haben einen vorübergehenden Aufnahmestopp für Jungs, bis wir wieder eine ausgeglichene Zahl von Mädchen & Jungs haben.